Das ökologische Dorf

Der Kern des Eco-Parcs ist das unabhängige sich selbst versorgende Dorf mit den Menschen, die es bewohnen und bewirtschaften. Es ist eine Kombination aus ökologischem Wohnen, biologischer Selbstversorgung, gegenseitiger Hilfe und einem gewinnorientierten nachhaltigen Geschäftskonzept. Eco-Parcs vereint ökologisches Leben, Nachhaltigkeit und Arbeit an einem Ort. Die ökologischen Dörfer in den Ecoparcs sind blühende Lebensoasen in der großen Wüste der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung und des Konsums.

Diese Lebensoasen versorgen sich eigenständig mit umweltfreundlicher Energie, mit eigenem Wasser, mit selbst angebauter Nahrung, mit tierischen Produkten aus artgerechter Tierhaltung, durch eigene biologische Abwasser-Wiederverwertung und Entsorgung, durch eigene Waren die im Dorf nachhaltig hergestellt werden und durch eigens im Dorf generierte Einnahmen aus nachhaltigen Geschäftskonzepten. Durch die Autarkie in allen lebensnotwendigen und Lebens-erfüllenden Bereichen ist es den Bewohnern dieser Lebensoasen möglich ein glückliches Leben ohne Zukunfts- oder Versorgungsängste zu führen. Durch diese neuen Lebenserfahrungen wird ein neues Bewusstsein unter den Menschen geschaffen das ein friedliches harmonisches, gemeinschaftliches und generationsübergreifendes zusammenleben im Einklang mit der Natur zur neuen Normalität werden lässt.

Das gemeinschaftliche Leben in den neuen Lebensoasen basiert auf Gemeinschaft im Sinne einer guten Nachbarschaft so wie auf den Erhalt der eigenen Privatsphäre eines jeden Menschen. Trotz eines gemeinschaftlichen Miteinanders übernimmt hier jeder Mensch die Eigenverantwortung über sein Leben. Diese Verantwortung wird nicht von gemeinschaftlichen Verpflichtungen wie Gemeinschaftsgärten die zur Selbstversorgung dienen oder zeitlich verpflichtenden Gemeinschaftsarbeiten bestimmt. Die persönliche Freiheit eines jeden Menschen so wie das eigenverantwortliche Leben ist die Basis für ein gemeinschaftliches Miteinander in den ökologischen Dörfern der Eco-Parcs.

Jedes Dorf ist von der Gestaltung her individuell, je nach Ausgangsbasis des Grundstückes und der vorhandenen Gebäude. Im Prinzip hat jeder Bewohner, jede Partei ihr eigenes Haus mit einen eigenen Garten. Im Idealfall sind diese ohne angrenzende Nachbarn, es sei denn es ist in manchen Fällen bautechnisch nicht anders möglich oder es wird von den Einwohnern so gewünscht. Bei einer Neugestaltung eines Eco-Parcs ohne vorhandene Gebäude auf den Grundstücken wird jedes Dorf individuell auf die Gegebenheiten des Umfeldes so wie des Klimas angepasst. Das Dorfkonzept der Eco-Parcs ist für Gemeinschaften verschiedener Größen entwickelt worden. Für kleine Gemeinschaften ist es ebenso geeignet wie für große Gemeinschaften bis hin zu ganzen Städten. Man kann sich so eine Lebensoase in kleinem Rahmen erschaffen, zum Beispiel im Familien oder Freundeskreis. Im kleinen Rahmen bedeutet mit ein oder zwei Ferienwohnungen und ein paar ökologischen Stellplätzen für Camper so wie ein kleines nachhaltiges Verkaufs und Freizeitangebot. So gehören auch kleine Lebensoasen die unter den Satzungen unserer Organisation entstehen zu den offiziell gelisteten Eco-Parcs.

 

Der Kauf der Grundstücke und deren Nutzung

Die Finanzierung des gesamten Areals eines Eco-Parcs erfolgt gemeinschaftlich durch die Einwohner selber, durch Eigenkapital, durch Finanzierungen, durch offizielle Projektzuschüsse so wie Crowdfunding, Spenden und Zuwendungen. Für jedes Projekt wird ein individueller Finanzierungsplan zur Umsetzung des Eco-Parcs ausgearbeitet. Dieser fällt bei jedem Projekt unterschiedlich aus, je nachdem was an Eigenkapital durch die Einwohner/Betreiber vorhanden ist. Der spätere Kauf des Areals wird durch die angestrebte Stiftung der OFMUN Organisation e. V. getätigt und auf diese eingetragen. Dieses dient zum Schutz des Landes, gegen Verlust, Zweckentfremdung und nicht ökologischer Nutzung. Jeder Grundstücksnutzer bekommt ein lebenslanges generationsübergreifendes Wohn und Nutzungsrecht für sich selber und alle nachfolgenden Generationen. So kann dieses Land als Familienbesitz angesehen werden das in seiner ökologischen Nutzung nach den Vereinssatzungen der OFMUN Organisation e. V. auf Dauer Bestand hat.

Es wird Einzelgrundstücke in verschiedenen Größen für die unterschiedlichen Nutzungszwecke und Bedürfnisse der Bewohner geben, der eine braucht mehr Land für seine Lebensweise und der andere braucht weniger Land. Jeder Landnutzer kann sich sein Grundstück nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten und sich darauf frei entfalten. Hierbei wird eine biologische Selbst oder Teilselbstversorgung aus dem eigenen Garten angestrebt.

 

Häuser und Wohnen

Bei den Wohnhäusern ist es jedem Einwohner selber überlassen wie er sein Heim gestalten möchte. Ob ein bestehendes Haus umgestaltet wird, man sich ein neues Haus baut oder in einer Jurte, in einem Wohnwagen, in einem Mobilheim oder in einem Tinyhouse lebt. Egal welchen Wohntyp die Menschen bevorzugen, alle basieren auf denselben Prinzipien, auf Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit. Alle Häuser versorgen sich selber mit eigenem umweltfreundlichen Strom wie durch Solar, aus vertikalen Windkraftanlagen, aus Wasserkraftanlagen so wie freier Energie, dieses ist je nach Standort und Gegebenheiten unterschiedlich. Die Hauptstromversorgung erfolgt überwiegend durch Solar und wird, wenn erforderlich durch andere umweltfreundliche Energien unterstützt. Warmwasser wird überwiegend durch Solarthermie mit externen Warmwasserspeicher erzeugt. Kochen mit Solarenergie, Sonnenkraft, Biogas und Holz. Auch Flaschengas wird zum Kochen verwendet, wenn keine andere Energiequelle vorhanden ist, wie zum Beispiel nicht genug Strom oder keine Sonne scheint.

Die Wasserversorgung erfolgt über einen eigenen Brunnen mit einem großem Brunnenwasserfilter so das dieses Wasser als Brauch und Gartenwasser genutzt werden kann. Eine Trinkwasseranlage macht aus dem vorgefiltertem Brunnenwasser sauberes Trinkwasser. Es ist angedacht ein unterirdischen Wasserspeicher von ca. 25.000 Liter pro Grundstück anzulegen. Dieser dient hauptsächlich dazu Regenwasser zu speichern, welches auch für alles genutzt werden kann, für den Garten, als Brauchwasser und auch als Trinkwasser.

Die Abwässer und Fäkalien Reinigung und Entsorgung erfolgt voll biologisch. Eigene voll biologische Kläranlagen reinigen das Abwasser so, das es für die Gartenbewässerung wieder verwertet werden kann. Feststoffe werden bestenfalls kompostiert so das diese als wertvoller Biodünger im Garten eingesetzt werden kann. Auch reine Komposttoiletten sind eine Alternative die auch von einigen Einwohnern genutzt wird.

 

Das Leben und Arbeiten im Dorf

Die Menschen im Dorf helfen und unterstützen sich gegenseitig ohne dafür im Gegenzug in diesem Moment etwas zu verlangen oder zu erhalten. Es ist eine Art Tauschhandel der eigenen Fähigkeiten und Berufe untereinander. Je vielfältiger diese Auswahl ist umso unabhängiger ist das Dorf von der Außenwelt. Auch eine Bezahlung für Dienstleistungen innerhalb der Gemeinschaft gibt es nicht, diese werden ehrenamtlich im Sinne von "unsere eigene Welt ohne Geld" getätigt. Das bedeutet aber nicht das wir ständig umsonst arbeiten, das ist die gegenseitige Hilfe die unsere Gemeinschaft innerhalb des Dorfes frei und unabhängig vom Geldsystem macht.

Jeder Einwohner des Eco-Parc Dorfes der nicht über eigene finanzielle Rücklagen, eine Rente oder ein Einkommen zur Grundsicherung verfügt der hat die Möglichkeit sich dieses durch den ökologischen Tourismus im Eco-Parc sein eigenes Einkommen zu verdienen. Wenn wir von Grundsicherung reden ist es ein Grundeinkommen, zum Beispiel für Lebensmittel die nicht im Dorf angebaut oder selber hergestellt werden können, für eine Krankenversicherung, eventuell anfallende KFZ Kosten, für Steuern, für Reisen, Hobbys so wie Investitionen auf dem eigenen Land oder am Haus. Eco-Parcs bietet ihren Einwohnern auf Wunsch die Möglichkeit sich in den verschiedenen nachhaltigen Arbeitsbereichen direkt vor Ort mit einzubringen, um sich so sein eigenes Einkommen zu generieren.

Das Arbeiten im Eco-Parc gleicht dem Lebensstil, den wir innerhalb der Gemeinschaft leben. Unsere Arbeit besteht aus den Dingen, die wir gerne machen, die unser Leben bereichern und erfüllen. Hier kann sich auf Wunsch jeder Einwohner in den bezahlten Arbeitsbereichen mit einbringen die seiner Berufung entsprechen. Im Eco-Parc findet jeder der möchte eine Aufgabe, die ihm Spaß macht und die wirklich wertvoll und nachhaltig ist.

Arbeitsbereiche:

  • Gastronomie: Restaurant, Kaffee,
  • Gärtner: Gärten und die Eco-Parc Anlage pflegen
  • Bürotätigkeiten
  • Vorträge, Seminare, Kurse zu nachhaltigen Themenbereichen
  • Freizeit und Sportangebote wie zum Beispiel: geführte Touren, Fahrzeugverleih, Bootsverleih, Spiele, Animation und anderes
  • Reinigungskräfte
  • Bio Supermarkt
  • Souvenirladen, verkauf von nachhaltig im Dorf selber hergestellte Wahren
  • Internetshop zum verkauf von selbst angebauten biologischen Nahrungsmitteln, Kräutern und Gewürzen so wie alles was im Dorf hergestellt und produziert wird.

Die Vorteile durch das arbeiten in den Eco-Parcs:

  • Arbeiten an dem Ort an dem man lebt, extrem kurze Arbeitswege schenken uns wertvolle Zeit
  • Es wird kein Fahrzeug benötigt um zur Arbeit zu kommen, also absolut umweltfreundliche Arbeitswege
  • Wertvolle, nachhaltige Arbeitsplätze zur Förderung unseres Ökosystems
  • Durch den Urlaub in den Eco-Parcs bringen wir unseren Feriengästen das nachhaltige Leben näher und animieren sie dazu später selber diesen Weg zu gehen

 

Das Leben Miteinander

Der Umgang zwischen den Einwohnern der Eco-Parcs miteinander ist von Liebe, Herzlichkeit, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft geprägt. Die Menschen begegnen sich hier auf Augenhöhe und gehen würdevoll, respektvoll so wie liebevoll miteinander um. Meinungsverschiedenheiten werden voll akzeptiert und auch gerne ruhig ausdiskutiert, wenn wirklich Bedarf besteht. Die Toleranz unseren Mitmenschen gegenüber ist eine der Grundlagen für ein Leben im ökologischen Dorf der Eco-Parcs.

 

Privatsphäre im Dorf

Der Erhalt der Privatsphäre unserer Mitmenschen im Dorf ist ein fester Bestandteil unserer Lebensphilosophie, so wie auch der Zusammenhalt untereinander und der Gemeinschaftssinn. So hat jeder Mensch seinen eigenen Freiraum den er nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten und füllen kann. Vor den Häusern der Grundstücke gibt es ein optisches Signal das anzeigt, ob die Bewohner im Moment gerne Besuch empfangen möchten oder lieber unter sich sein möchten. So ist der Einhalt der Privatsphäre aller Einwohner von Anfang an kalkulierbar und mit Sicherheit gewährleistet.

 

Gemeinschaftsarbeiten

Gemeinschaftsarbeiten im Dorf werden auf ein existentes Minimum beschränkt so das es keine festen Pflichtarbeiten gibt die uns in unserer persönlichen Freiheit einschränken. Im eigenen Garten anbauen anstatt auf verpflichtenden Gemeinschaftsgärten und somit in die Eigenverantwortung gehen. Wer keinen grünen Daumen hat der bekommt Hilfe von der Gemeinschaft für seinen Garten oder wird von den anderen Familien mit versorgt. Dieses gilt besonders für unsere älteren Mitbewohner, die wir alle gemeinsam unterstützen. Diese Menschen bereichern die Gemeinschaft dann auf andere Weise durch ihren eigenen Einsatz oder mit anderen Dingen. Gemeinschaftsräume wie eine Gemeinschaftsküche mit Speiseraum, ein Spielzimmer, Gemeinschaftswerkstätten und eine Waschküche können bei Bedarf von jedem Einwohner frei genutzt werden. Es steht jedem Menschen frei, ob er seine Wäsche in den Gemeinschaftsräumen oder zu Hause wäscht. Auch steht es jedem Menschen frei mit den anderen in der Gemeinschaftsküche zu essen oder zuhause. Für die Pflege der Gemeinschaftsräume werden Menschen aus dem Dorf oder aus dem Umfeld eingestellt und dafür bezahlt. So entstehen hier neue Arbeitsplätze, die den Menschen aus unserem Umfeld ein festes Einkommen ermöglichen. Auch entbindet uns dieses von den gemeinschaftlich verpflichtenden Arbeiten wie es in anderen Ökodörfern und autarken Lebensgemeinschaften in der Regel üblich ist.

Die Seminarräume, die Rezeption, das Büro, das Restaurant, der Einkaufsladen, die Ferienhäuser mit ihren Gärten so wie die Parkanlage werden von dem bezahlten Arbeitskräften der Eco-Parcs gereinigt und gepflegt. Die Gehälter der Arbeitskräfte werden aus den Einnahmen des Ökotourismus den Eco-Parcs bezahlt.

 

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